Neues von der Bogenfront

Jetzt in der dritten Woche in der ich mein mögliches neues Hobby betreibe. Hier der link zum ersten Beitrag dazu. Habe ich schon ein so ein bisschen was gelernt. Mein Trainer, der mich glücklicherweise noch nicht mit dem sicherlich noch kommenden Theorieberg erschlagen hat, hat mich in den letzten Wochen die unterschiedlichen Bögen ausprobieren lassen.

In der ersten Woche habe ich das Training hauptsächlich mit einem sehr einfachen und robusten Recurvebogen verbracht. Das ist ein Bogen der an den Enden noch einmal in die Gegenrichtung gebogen ist um mehr Kraft aufnehmen zu können. Der Recurvebogen ist laut meinem Trainer am besten für Anfänger geeignet, da man bei ihm durch austauschen der Wurfarme das Zuggewicht „einstellen“ bzw. ändern kann. Sehr sinnvoll, vor allem bei unsportlichen Menschen wie ich einer bin, bei dem eine Rückenmuskulatur eigentlich nicht existent ist. Anfangs habe ich ohne Visier geschossen. Als die Frage kam, ob ich nicht mal mit Visier schießen möchte war ich Feuer und Flamme. Ohne Visier musste ich über die Pfeilspitze zielen, was hieß ich musste weit unterhalb der Scheibe einen Punkt finden auf den ich Zielen konnte. Warum das so ist erkläre ich euch, wenn ich die Erklärung soweit verstanden habe, dass ich es auch richtig wiedergeben kann. Zurück zum Visier. Mit dem Visier das nach und nach auf mich eingestellt wird ist die Sache schon leichter.

Vorausgesetz das Visier ist auf den Schützen, also mich, eingestellt und meine Körperhaltung ist bei jedem Schuss die gleiche, müsste ich mit dem Visier nur noch auf die Mitte der Scheibe zielen und würde treffen.

Ist aber in dem aktuellen fall nicht so. Zum ersten ist meine Körperhaltung noch weit davon entfernt reproduzierbare Schüsse abzugeben. Und die Bauform des Mittelstücks „meines“ Bogens ist nicht dafür geeignet. Wäre das Visier für mich auf Mitte-Scheibe eingestellt würde ich es schlicht nicht sehen. Aber wenn ich mir meinen ersten eigenen bogen kaufe ist das Problem zumindest gelöst.

In der zweiten Woche habe ich gleich mit dem Schießen mit Visier angefangen und so nach und nach stellten sich fortschritte ein. Zum Ende der Trainingseinheit habe ich noch den Bogen meines Trainers ausprobieren dürfen. Abgesehen davon der er merklich schwerer war, was das Eigengewicht betrifft, habe ich es auch nicht geschafft ihn komplett zu spannen. Ein paar Zentimeter haben da noch gefehlt. Aber glück sei Dank … ich habe ziemlich mittig auf die Scheibe getroffen.

War noch knapp im Goldenen. Im Anschluss wollte mein Trainer dafür sorgen, dass ich den Folgetag wieder über Muskelkater klagen kann, denke ich zumindest. Er überreichte mir einen Compoundbogen. Zum Volksfest (Beitrag) wo ich den ersten Kontakt mit dem Sport gemacht habe, konnte ich den Bogen auch schon mal in die Hand nehmen. Damals, ohne mich zuvor auszupowern, habe ich es noch geschafft den Bogen zu spannen. Leicht war es nicht, aber es ging. An diesem Tag war es ein wenig anders. Meine verbliebene Kraft des Tages hat nicht gereicht den Bogen zu spannen. Es ging einfach nicht. Damit ich den Bogen zumindest mal Testen konnte hat mich mein Trainer beim spannen unterstützt. War sicher ein Bild für die Götter war. Vom Zielen war der Compoundbogen ein Traum. Mit einem Visier am Bogen und eine Lupe in der Sehne hatte ich ein, für einen blutigen Anfänger, schönes Schlussbild. Die Pfeile wobei zwei im Gold und einer im roten Ring war lagen alle in einem Kreis mit gut 7-8cm Durchmesser. Geübte Compoundschützen werden mein Ergebnis sicherlich belächeln, da deren Pfeile auf einem 2€ Stück platzfinden, aber ich war doch ehr zufrieden mit mir.

In der dritten Woche in der ich das Training erstmals ohne anschließenden Muskelkater überstanden habe, hat sich mein Trainer wieder was einfallen lassen um den Neuen, mich, bei der Stange zu halten. Damit ich einen größeren Anreiz habe die Scheibe mal mittig zu treffen hat er in die Mitte der Scheibe einen Luftballon gehangen. Von mal zu mal wurde der Luftballon kleiner. Gegen Ende der Trainingseinheit entsprach der Ballon in etwa dem gelben Bereich der Scheibe. Es war wie auf dem Jahrmarkt. Das Bild auf der rechten Seite zeigt ein Schussbild etwa in der Mitte der Übung, die silbernen Pfeile sind von mir. Hat wieder viel Spaß gemacht, vor allem wenn der Ballon schon nach der ersten Schuss nicht mehr auf der Scheibe zu sehen war.

Ich bin mal gespannt was ich nach ein paar Monaten Training so leisten kann. Ich werde es dann hier berichten.

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